25. Spieltag – Landesliga Süd

SG Burg – Wacker Ströbitz 2:2 (0:0)

Tabellendritter kommt nicht über ein 2:2 gegen Ströbitz hinaus

Die SG Burg bleibt in der Spitzengruppe der Landesliga Süd auf Lauerstellung: Der Tabellendritte verpasste am Samstag durch das 2:2 im Niederlausitz-Derby gegen Wacker Ströbitz den Sprung auf den 2. Platz.

Und am Ende musste sogar ein Eigentor der Gäste helfen, damit die Burger nicht ganz mit leeren Händen da standen. Denn die clever verteidigenden Ströbitzer setzten vorher zwei eiskalte Nadelstiche und brachten die Spreewälder damit gehörig unter Zugzwang.

Aus der ersten Hälfte gibt es fast nichts berichtenswertes: Die Gäste standen gehandicapt durch mehrere verletzungsbedingte Ausfälle tief in der eigenen Spielhälfte. Am Donnerstag hatte sich Ströbitz-Kapitän Martin Handreg im Abschlußtraining die Hand gebrochen. Das Offensivspiel lahmte entsprechend. Burg dominierte die Partie und hatte deutlich mehr Ballbesitz. Gefährlich wurden die Gastgeber aber auch nur bei zwei ruhenden Bällen: Bei zwei weiten Einwürfen war es SG-Kapitän Sven Konzack, der höher sprang als alle anderen und Wacker-Keeper Stephan Choschzik per Kopfball prüfte.

Nach der Pause entwickelte sich eine wesentlich abwechslungsreichere Partie. Ströbitz intensivierte die Angriffsbemühungen, bei Burg sorgte der eingewechselte Markus Pawelke für frischen Wind in der Offensive. Die ersten Möglichkeiten hatten aber die Gäste: Randy Gottwald brachte in der 47. Minute erst nicht genügend Druck hinter einen Kopfball und setzte in der 63. Minute seinen Rechtsschuss aus 12 Metern knapp am linken Pfosten vorbei ins Toraus.

Besser machte es in der 67. Minute der bis dahin unscheinbare alleinige Wacker-Angreifer Christoph Mellack. Enrico Schrobback setzte sich gut auf der linken Aussenbahn durch und legte den Ball zurück an die Strafraumgrenze. Mellack fackelte nicht lange und zog mit Links direkt ab und traf rechts unten zum 0:1. Doch Burg gab praktisch im Gegenangriff die passende Antwort: Sebastian Schier stellte aus zwölf Metern halblinker Position den Ausgleich wieder her. Wiederrum nur zwei Minuten später war es erneut Mellack, der die Ströbitzer jubeln ließ. Am gegnerischen Strafraum nahm er im fairen Zweikampf dem Abwehrspieler den Ball ab. Sein Linksschuss aus 14 Metern sprang vom rechten Innenpfosten ins Burger Tor zum 1:2.

Die Gastgeber erhöhten anschließend den Druck auf das Wacker-Tor. Den Abschlüssen fehlte aber die Präzision und Ströbitz ließ kaum wirklich gefährliche Chancen zu. So musste am Ende Wacker selbst den zweiten Burger Treffer erzielen: Bei einem langen Ball waren sich Gottwald und Torwart Choschzik nicht einig. Gottwald rutschte der Befreiungsschlag an der Strafraumgrenze über den Spann und segelte als Bogenlampe nach hinten über den Keeper ins Tor zum 2:2-Ausgleich. Anhand der deutlich höheren Spielanteile der Spreewälder war es der verdiente Endstand.

So sah es auch Burgs Trainer Jörg Handrick: "Der eine Punkt war mehr als verdient. Wir waren klar die spielbestimmende Mannschaft. Wacker kommt zwei Mal vor unser Tor und beide Schüsse sind drin. Es war klar, dass es sehr schwer wird, die Partie noch ganz zu drehen, wenn du gegen Ströbitz erstmal in Rückstand bist. Der unnötige Fehler zum 1:2 hat es uns nicht möglich gemacht, einen Sieg einfahren zu können. Deswegen müssen wir mit dem Punkt leben." Gut damit leben kann auch sein Gegenüber Tino Kandlbinder: "Am Schluss waren es vielleicht sogar zwei verschenkte Punkte. Wir wussten um die Stärke der Burger und dass wir offensiv nur wenige Situationen bekommen werden. Dazu haben wir noch irre viele Verletzte. In der ersten Hälfte hatte Burg das Übergewicht. Unser beiden Tore resultieren dann aus den erhofften individuellen Fehlern. Vom Spielverlauf her war das Ergebnis gerecht, weil wir mit viel Leidenschaft dagegen gehalten haben und die taktische Marschrichtung gut umgesetzt haben."

Durch den einen Punkt und den Sieg von Krieschow in Brieske bleibt Burg mit 50 Punkten Tabellendritter vor dem punktgleichen Aufsteiger VfB. Schon nächste Woche haben die Spreewälder die nächste schwere Aufgabe vor der Brust mit dem Spiel beim Spitzenreiter EFC Stahl: "Und eine Woche später kommt Krieschow zu uns. Wir haben jetzt also zwei dicke Brocken vor uns. Da möchte ich keine Prognosen abgeben, wo wir danach stehen werden. Nichtsdestotrotz spielen wir eine tolle Saison und wir sollten jetzt nicht das Haar in der Suppe suchen, weil wir heute vielleicht eine Chance liegengelassen haben, noch höher zu springen in der Tabelle", so Coach Handrick.

Auch Wacker hat in den kommende Wochen noch die Spitzenteams als Gegner. Bei Kandlbinder ist die Freude darauf aber größer als bei seinem Burger Kollegen: "Gegen die Spitzenteams brauchen wir das Spiel nicht machen, das kommt uns in unserer gegenwärtigen Situation durch die vielen Ausfälle sicher entgegen. Trotzdem wollen wir dem ein oder anderen Gegner noch ein Bein stellen. Und vielleicht sind wir am Ende sogar die Königsmacher", so der Ströbitzer Trainer.

Quelle: fupa.net