27. Spieltag – Landesliga Süd

SG Burg – VfB Krieschow 1:0 (0:0)

Die ersten zehn Minuten waren von beiderseitiger Vorsicht geprägt. Dann übernahmen die Platzbesitzer das Kommando und erreichten ein optisches Übergewicht, dem aber zunächst noch der zwingende Abschluss fehlte.

Krieschow spielte derweil abwartend und versuchte früh, die gegnerischen Angriffe zu stören. Ein Knackpunkt des Spiels war zweifellos das frühe Ausscheiden des Krieschowers Suppan, der zuvor bereits verwarnt, zu ungestüm in einen Zweikampf ging und per Ampelkarte zum Duschen geschickt wurde. Aus Sicht des VfB eine überzogene Entscheidung mit Schockwirkung. Die, bereits zwei Minuten später erzielte Führung, durch einen strammen Schuss Ottos, löste bei den Burgern einen Spielrausch aus. Binnen fünf Minuten wurden gleich vier 100%tige Chancen versiebt und damit die Vorentscheidung verpasst. Nach dem Wechsel drückten die Gastgeber weiter und als Behnisch im Strafraum Herms attackiert hatte, setzte der Gefoulte den fälligen Strafstoß an den Pfosten (50.). Die Burger setzten ihren Sturmlauf fort und Draber vergab den nächsten Riesen Freistehend (52.). Doch der VfB fing sich langsam und rannte in Unterzahl an, den Ausgleich zu erzielen. Dabei wurde Burgs Keeper Michaelis mehrfach geprüft. Pech hatten die Gäste, als ein Hammerschuss Pehlas, aus ca. 30 Metern Torentfernung, an den Pfosten knallte. Das Spiel stand nun auf der Kippe. Allerdings kamen die Burger, der nun deutlich offensiveren Spielweise des VfB geschuldet, zu reihenweise, hochkarätigen Konterchancen. Aber das Unvermögen der SGB im Abschluss, oder der bestens aufgelegte Krieschower Schlussmann Behnisch, mit Übersicht und tollen Paraden, sorgten dafür, dass der Ausgang dieser Partie bis zum Abpfiff auf des Messers Schneide stand. Nachdem Spiel äußerte sich SGB-Trainer Jörg Handrick: „Wir hätten, gemessen an unseren Chancen, schon zur Pause alles klar machen müssen. Da die Abschlusshandlungen, im Gegensatz zu unserem klar überlegenen Spiel auch in der zweiten Hälfte unser großes Manko blieben, mussten wir bis zum Schluss um den verdienten Sieg bangen.“ Sein Gegenüber, Krieschows Coach Holger Fandrich, urteilte: „Insbesondere in der ersten Halbzeit zu schwach und ließ nicht erkennen, wie sie neun Siege in Folge stemmte. In Unterzahl konnten wir uns in der zweiten Hälfte steigern und damit die Partie offen halten. Merkwürdig fanden wir die Tatsache, dass wir, als bis dato ärgster Verfolger des EFC Stahl, ausgerechnet einen Schiedsrichter aus Eisenhüttenstadt vorgesetzt bekamen. Im Endeffekt haben wir das Spiel aber durch eigene Unzulänglichkeiten verloren.“

Quelle: fupa.net