Last-Minute-Sieg

11. Mai 2015 Aus Von Autor#1

 

    SG Burg – JFV FUN Guben   1 : 0 (0 : 0) – Spiel vom 03.05.2015

 

Das Nachholespiel gegen die JFV FUN (Jugendförderverein Fussballunion) aus Guben bot die Chance, den Vorsprung auf unsere Verfolger auf vier Punkte auszubauen. Nach der Tabellensituation war der Burger Nachwuchs der eindeutige Favorit. Davon war auf dem Rasen aber wenig zu sehen. Gegen den engagiert kämpfenden und unangenehmen (aber nicht unfairen) Gegner aus Guben fanden wir über die gesamte Spielzeit nicht richtig ins Spiel. Hinten stand Guben eng und suchte die Zweikämpfe, nach vorn versuchten sie es mit langen Bällen. Diese ließen wir auch viel zu oft zu, da wir offensichtlich vergessen hatten, wie man den Gegner bereits in seiner Hälfte erfolgreich unter Druck setzt. Läuft man den Gegner nicht an, vermeidet Zweikämpfe, obwohl man nur ein/zwei Meter daneben steht, und macht man die Räume nicht eng, dann kann jeder Gegner sich hinten befreien und Sicherheit gewinnen. Umgekehrt nutzten wir auch nicht das nahezu unbesetzte Mittelfeld, um uns kontrolliert und mit spielerischen Mitteln nach vorn zu arbeiten. Stattdessen agierte der Tabellenführer auch mit langen Bällen und limitierte sich in seinen Möglichkeiten so selbst. Womöglich wäre es ein besseres Spiel geworden, wenn wir in der ersten Halbzeit in Führung gegangen wären. Zwar gelang es uns, in der 20. Minute den Ball im Kasten unterzubringen. Der Gästekeeper konnte einen Ball nur abklatschen und bevor er richtig nachfassen konnte, drückte Max das Leder über die Linie. Der Schiedsrichter erkannte hierin aber ein Foul am Torwart und verweigerte uns diesen Treffer. So stand es lange 0:0 und Guben konnte sich auf das Verteidigen konzentrieren. Aber der Fußballgott war an diesem Spieltag ein Spreewälder und hat uns offensichtlich gern. Gerade noch rechtzeitig griff er ein und korrigierte diese Entscheidung in der 92. Minute. Fast alle Spieler befanden sich am und im Strafraum der Gäste und trotzdem gelingt es Max, sich durch viele Beine irgendwie durchzuwühlen. Dann bietet sich eine Lücke und über den Torwart hinweg fliegt der Ball an die Latte und prallt hinter die Linie ins Netz. Angepfiffen wird nicht mehr. Ein glücklicher Sieg in letzter Minute, der jubelnde Burger und niedergeschlagene Gubener zurück lässt.

Na ja. Ein guten Spiel sieht anders aus. Vielleicht lag es auch etwas daran, dass das Spiel erst mit 45 Minuten Verspätung angepfiffen werden konnte, weil der angesetzte Schiedsrichter ohne jede Entschuldigung nicht erschien. So ging wohl die Konzentration der Spieler auf die bevorstehende Partie verloren. Am Ende zählen aber die drei Punkte, über die sich der Ersatzschiedsrichter womöglich ebenso ärgert wie die Gubener Gäste selbst. Danke von dieser Stelle an Alexander Pohland, der eigentlich nur als Trainer unseres ärgsten Tabellenkonkurrenten vom VfB Cottbus zur Spielbeobachtung angereist ist und sich bereit erklärte, das Spiel zu leiten. (AlB)